Veränderungen

Fast alle Veränderungen sind unangenehm einfach darum, weil sich etwas ändert. Etwas wird ganz plötzlich so, wie es vorher nie war und das ärgert uns. Oder verletzt uns. Oder so. Ganz gleich, was sich verändert, irgendetwas negatives finden wir immer und wenn wir Wochen danach danach suchen müssen, wir klammern uns daran fest, bis wir etwas finden. Aber das ist etwas vollkommen normales, weil wir eben Gewähnungstiere sind. Damit müssen wir klarkommen. Das wird sich wohl auch niemals ändern. Das ist wahrscheinlich das einzige, was sich in unserem Leben nie ändern wird. Noch schwerer, als Veränderungen so zu akzeptieren, wie sie uns heimsuchen, ist es allerdings, die Entscheidungen zu treffen, die uns schließlich zu Veränderungen zwingen. Manche scheinen unglaublich leicht zu fallen. Sie begegnen uns immer wieder und andauernd im alltäglichen Leben. Ziehe ich das graue oder doch lieber das blaue Top an? Esse ich ein Brot oder doch lieber die aufgewärmten Nudeln von gestern? Soll ich jetzt laufen gehen oder eben doch einfach morgen, um mir die Frage gleich nochmal zu stellen? Die Entscheidungen sind meistens schnell getroffen, ob im Nachhinein richtig oder falsch (Wobei- was heißt schon richtig, was falsch?). Dann gibt es allerdings noch diejenigen, die über uns lachen, wenn wir wochenlang verzweifelt nach unserer "richtigen" Lösung suchen. Und meistens gelangen wir eh nicht zu einem definitiv sicheren Ergebnis. Manchmal passiert es, dass wir jahrelang über eine Frage nachdenken, nach einer eindeutigen Antwort des Problems forschen und dann, ganz plötzlich, wachen wir morgens auf und sie erscheint uns so klar und deutlich. Doch leider kommen diese Momente nicht allzu oft vor in unserem Leben. Und so zerbrechen wir uns die Köpfe, wägen Pro und Contra ab und tasten uns an eine Entscheidung heran, nur um gleich darauf wieder den Zeh aus dem viel zu kalten Wasser zu ziehen und nach etlichen Möchtegernversuchen wieder genau da zu stehen, wo wir von Anfang an standen. Mit jeder Entscheidung, die man trifft, gehen wir nämlich das Risiko ein, dass die darauf folgende Konsequenz und somit die Veränderung uns nicht im geringsten passt. Und wenn es dann keinen Ausweg aus der Situation gibt, dann müssen wir uns gezwungener Maßen damit arrangieren. Und das ist nicht einfach- ganz und gar nicht. Aber irgendwie bekommen wir es immer wieder hin. Und nach einiger Zeit, da funktioniert es langsam wieder. Da geht das Leben weiter. Neu und erfrischend anders. Neu und plötzlich besser. --- Was denkt ihr?

29.6.14 17:31, kommentieren

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